2026
Technik entwickeln und Leben retten – ein Blick in Fenja´s Studienalltag und was sie fasziniert
Die neue Ausgabe 04/05 2026 der think ING. kompakt widmet sich dem spannenden Thema Medizintechnik. Mit dabei ist Fenja Hanneken, Studentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) und studentische Hilfskraft am Else Kröner Fresenius Zentrum für Optogenetische Therapien (EKFZ OT) an der Universitätsmedizin Göttingen.
Else Kröner Professur für Disease Modeling
Dr. Maria-Patapia Zafeiriou nimmt zum 1. Juni 2026 die Else Kröner Professur für Disease Modeling in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abteilung Neuropädiatrie, der Universitätsmedizin Göttingen an.
Wie lässt sich die Zulassung von Medizinprodukten in einem komplexen regulatorischen Umfeld erreichen?
Diese zentrale Frage wurde im Rahmen des EKFZ-Academy-Workshops „Medizinprodukte – Qualität und Zulassung im Überblick“ unter der Leitung von Dr. Sabine Hauck behandelt.
Else Kröner Professur für Translationale Ophthalmologie
PD Dr. med. Christian van Oterendorp nimmt zum 1. Mai 2026 die Else Kröner Professur für Translationale Ophthalmologie an der Klinik für Augenheilkunde der Universitätsmedizin Göttingen an.
„Science goes City“
Am 19. April 2026 kam die Wissenschaft direkt zu interessierten Besuchern. Unter dem Motto „Science goes City“ verwandelt sich die Göttinger Innenstadt in eine riesige Erlebnismeile zum Mitmachen, Ausprobieren und Staunen.
Von 12 bis 18 Uhr wurden über 60 Aktionen, vielfältige Experimente und faszinierende Einblicke in die aktuelle Forschung gezeigt. Ob beim Bummel durch die Fußgängerzone oder beim Besuch der Lieblingsgeschäfte: Überall gibt es spannende Stationen zu entdecken.
Science Festival 2026 im neuen Begegnungszentrum
28.–29. Januar 2026 im Begegnungszentrum der XLAB Stiftung, Göttingen
Das diesjährige Science Festival fand im neuen Begegnungszentrum der XLAB Stiftung statt. Um die Einweihung des Begegnungszentrums zu begleiten, wurden herausragende Wissenschaftler*innen eingeladen und gaben Einblicke in ihre Forschung. Von der Europäischen Zeitgeschichte über Super-Resolution-Mikroskopie und Hörforschung bis zur Astrophysik und zu RNA-Viren. Unter den Vortragenden befand sich auch Prof. Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften. Er zeigte, wie erstaunlich präzise das Hören physikalisch und biologisch organisiert ist und an welchen Stellen es typischerweise „kaputtgeht“. Haarsinneszellen übersetzen kleinste mechanische Schwingungen in elektrische Signale und die nachgeschalteten Synapsen arbeiten als Hochleistungsüberträger mit extremem Timing. Aus dieser Mechanik ergeben sich auch die Angriffspunkte für Therapien, die von molekularer Reparatur bzw. Gentherapie bis hin zu verbesserten Cochlea-Implantaten reichen. Ein besonders zukunftsweisender Ansatz ist das „optische Cochlea-Implantat“ mit optogenetischer Stimulation, das eine präzisere Anregung des Hörnervs verspricht als die klassische elektrische Stimulation.
Auditorische Neurowissenschaften und Optogenetik Stammzell- und Regenerationsbiologie
Genetisch veränderte Weißbüschelaffen als Modell menschlicher Taubheit
Warum können manche Menschen von Geburt an nicht hören – obwohl ihr Innenohr intakt zu sein scheint? Eine mögliche Ursache liegt im sogenannten OTOF-Gen. Es spielt eine zentrale Rolle dabei, Schallsignale von den Hörzellen an den Hörnerv weiterzuleiten. Fehlt diese Funktion, kommen akustische Informationen im Gehirn nicht an. Forschende vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung haben zusammen mit der Universitätsmedizin Göttingen und dem Max-Planck-Institut für multidisziplinäre Naturwissenschaften nun erstmals Weißbüschelaffen erzeugt, bei denen dieses Gen gezielt ausgeschaltet wurde. Die Tiere sind gesund und entwickeln sich normal, sind jedoch von Geburt an taub. Damit steht erstmals ein Primatenmodell zur Verfügung, das zentrale Formen menschlicher Taubheit realitätsnah abbildet (Nature Communications).

Copyright: DPZ/ Katharina Diederich
Patient*innen-Aktionstag an der UMG zur altersbedingten Makuladegeneration
Die Schrift wird krumm und schief, Buchstaben verschwinden, Gesichter werden nicht mehr erkannt und die beste Brille hilft nicht mehr. Laut Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands e.V. betrifft die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) in Deutschland mehr als sieben Millionen Menschen und ist mit 50 Prozent die häufigste Ursache für eine schwere Sehbehinderung, die auch zur Erblindung führen kann.
1. Patient*innen-Aktionstag zur altersbedingten Makuladegeneration (AMD)
Samstag, 18. April 2026, 10:00 bis 15:00 Uhr
Hörsaal 552 und Osthalle, Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen
Wie neue Therapien unser Gehör retten
Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland hören nicht mehr gut – Tendenz steigend. Die gute Nachricht: Die Technik fürs Ohr wird immer raffinierter. Ein neues Implantat setzt auf Lichtsignale, um zu schaffen, was bisher nicht möglich war.
Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBT) Reihe TECH TALK: Neurotechnologien für die Zukunft der Medizin
Die DGBMT Reihe TECH TALK „Anwendungen der Neurotechnologie: Vom Nervenmonitoring zur Nervenstimulation“ bietet einen kompakten Überblick über klinische Einsatzmöglichkeiten, technische Lösungen sowie aktuelle Innovationsdynamiken in Neurotechnologie und Neuroprothetik.
Anwendungen der Neurotechnologie aus klinischer Sicht: Vom Nervenmonitoring zur Nervenstimulation
Im Vordergrund steht der Nutzen für die Patientinnen und Patienten sowie die leitliniengerechte Therapie, die ersetzt werden soll. Alle Angaben sollten mit Fallzahlen untermauert sein. Das Themenfeld wird eingeführt und eingeordnet in die regulatorischen und ökonomischen Randbedingungen des Standortes Deutschland.
Referenten
Prof. Dr. med. Steffen Rosahl, Neurochirurgie, Helios Klinikum Erfurt
Prof. Dr.-Ing. Thomas Stieglitz, IMTEK, Uni Freiburg
Neurotech in Germany: How to combine innovation and responsibility ?
Thomas Stieglitz is contributing to the VDI Initiative “Zukunft Deutschland 2050” in the field or Neurotech and AI as part of “Zukunft Medizintechnik 2050” and shares his thoughts on this topic jointly with others in this campaign.
Wissenschaftliche Beratung durch PEI und CHMP
Was ist wissenschaftliche Beratung, wie läuft sie ab und was wird vom Antragsteller erwartet?
Diese wichtigen Fragen standen im Mittelpunkt des Workshops der EKFZ Academy vergangene Woche. Dr. Jens Reinhardt, Zulassungswissenschaftler am Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und Mitglied der Arbeitsgruppe Wissenschaftliche Beratung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), stellte die Beratungsmöglichkeiten der übergeordneten Zulassungsbehörden in Deutschland und der Arbeitsgruppe Wissenschaftliche Beratung der EMA vor.
From Good Manufacturing Practice (GMP) to Good Clinical Practice (GCP)
In November and December, the EKFZ Academy hosted two workshops dealing with the regulations and guidelines for the safe, effective and high-quality manufacture and testing of medicinal products.
Dr. Sabine Hauck addressed the GMP standards for the manufacture of Advanced Therapy Medicinal Products (ATMPs) and guided the audience through the requirements for GMP documentation. Based on her broad expertise in the life science industry, she also provided valuable insights into the interaction with contract manufacturers and highlighted the interface to GCP.
Nachwuchswissenschaftler erforscht Wiederherstellung des Sehvermögens
Dr. Patrick Jendritza vom Salk Institute for Biological Studies, USA, hat eine „Junior Fellow Position“ am Else Kröner Fresenius Zentrum für Optogenetische Therapien (EKFZ-OT) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) erhalten. Der Nachwuchswissenschaftler leitet seit 1. Januar 2026 die Forschungsgruppe „Visual Circuits“, die sich mit der Entwicklung von Licht gesteuerten Hirn-Computer-Schnittstellen zur Wiederherstellung des Sehvermögens befasst. Die Forschungsgruppe mit Sitz am Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung (DPZ) wird aus Mitteln der Else Kröner-Fresenius-Stiftung und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit insgesamt rund 480.000 Euro für zunächst drei Jahre und drei Monate gefördert.