Else Kröner Professur für Disease Modeling

Prof. Dr. Maria-Patapia Zafeiriou
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Neue Professur beschleunigt Entwicklung optogenetischer Therapien Integrierter Ansatz verbessert präklinische Bewertung von Sicherheit und Wirksamkeit

Dr. Maria-Patapia Zafeiriou nimmt zum 1. Juni 2026 die Else Kröner Professur für Disease Modeling in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abteilung Neuropädiatrie, der Universitätsmedizin Göttingen an.

Die durch die Else Kröner Fresenius Stiftung im Rahmen der Förderung des Else Kröner Fresenius Zentrums für Optogenetische Therapien (EKFT OT) neu geschaffene Professur gehört zu einer von insgesamt vier und zielt darauf ab, einen innovativen, integrierten Rahmen für die experimentelle und computergestützte Modellierung von Krankheiten zur Verfügung zu stellen.

Ein zentraler Bestandteil der Forschungsarbeiten der Professur sind neuronale und Innenohr-Organoide, die aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) gewonnen werden. Diese dienen als translationale präklinische Modelle für die Krankheitsmodellierung sowie für das Screening und die Validierung effizienter, zelltypspezifischer Strategien zur Genübertragung und optogenetischer Therapien. Ein kontinuierlicher bidirektionaler Datenaustausch zwischen den computergestützten, organoidbasierten und tierexperimentellen Ansätzen gewährleistet dabei eine iterative Verfeinerung der entwickelten Therapien. Durch diese enge Verzahnung der Methoden verbessert sich die Vorhersagekraft präklinischer Studien erheblich und trägt gleichzeitig zur Reduzierung und Konkretisierung von Tierversuchen im Sinne moderner Forschungsstandards bei.

Kurzvita
Dr. Maria-Patapia Zafeiriou ist Gruppenleiterin am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsmedizin Göttingen. Sie promovierte an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen und absolvierte eine Postdoc-Ausbildung am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin. Die Forschungsgruppe von Dr. Zafeiriou untersucht dreidimensionale Netzwerke elektrisch erregbarer Zellen des Gehirns und des Herzens, die aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) erzeugt wurden. Mit besonderem Fokus auf die Funktion neuronaler Netzwerke, die neurokardiale Kommunikation und pädiatrische Erkrankungen verfolgt die Arbeitsgruppe das Ziel, mithilfe von New Approach Methodologies (NAMs) Krankheitsmechanismen aufzuklären und die Entwicklung neuer Therapien zu fördern.

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